Microsoft Data Fundamentals (DP-900) ist die Grundlagenprüfung für alle, die zentrale Datenkonzepte in Azure einordnen möchten. Die eigentliche Herausforderung liegt dabei weniger im Einstieg in Azure als in der Entscheidung, welches Grundlagenthema zum eigenen Arbeitsalltag passt. Wer mit Datenmodellen, SQL, Datenbanken, Analytics-Workloads oder Berichten arbeitet, findet in DP-900 meist den passenderen Startpunkt als in einer allgemeinen Cloud- oder Power-Platform-Prüfung.
Microsoft Data Fundamentals, auch als DP-900 bekannt, ist die Einstiegszertifizierung für zentrale Datenkonzepte und Microsoft-Datendienste auf Azure. Sie richtet sich an Berufseinsteiger, Umsteiger, Studierende, Softwareentwickler mit Datenbezug, BI-Einsteiger und IT-Professionals, die nachweisen möchten, dass sie relationale, nicht relationale und analytische Workloads grundsätzlich einordnen können.
Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt den Prüfungsstand für eine aktuelle Vorbereitung. Prüfungsinhalte, Gebühren, verfügbare Sprachen und Buchungsoptionen können sich ändern; verbindlich bleiben immer die offizielle Microsoft-Prüfungsseite zu DP-900, die Microsoft-Richtlinien zur Wiederholung von Prüfungen sowie die Informationen von Pearson VUE und OnVUE.
DP-900 prüft kein tiefes Administratorwissen und keine vollständige Datenengineering-Praxis. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Datenkonzepte richtig zuzuordnen: strukturierte und unstrukturierte Daten, relationale und nicht relationale Speicherformen, transaktionale und analytische Workloads sowie grundlegende Analyseprozesse auf Azure.
Typische Themen sind Kerndatenkonzepte, relationale Daten auf Azure, nicht relationale Daten auf Azure und Analytics-Workloads. Dazu gehören Dienste wie Azure SQL Database, Azure Cosmos DB, Azure Storage und Azure Synapse Analytics. Kandidaten sollten nicht nur Dienstnamen erkennen, sondern verstehen, warum ein Dienst für einen bestimmten Zweck geeignet ist.
Ein einfaches Beispiel zeigt den Unterschied: Kundendaten mit klaren Tabellenbeziehungen, Primärschlüsseln und SQL-Abfragen passen in vielen Szenarien zu einer relationalen Datenbank wie Azure SQL Database. Telemetriedaten, Dokumente oder global verteilte Anwendungsdaten können dagegen eher zu Azure Cosmos DB passen, wenn flexible Schemas, niedrige Latenz oder Verteilung wichtiger sind als klassische Tabellenstrukturen.
In der Prüfung kann dieses Verständnis wichtiger sein als das Auswendiglernen einzelner Menüpunkte. Wer erkennt, ob ein Szenario Batch-Verarbeitung, Streaming, Reporting, operativen Datenbankbetrieb oder semistrukturierte Speicherung beschreibt, beantwortet viele Fragen zuverlässiger als jemand, der nur Produktnamen wiederholt.
DP-900 ist sinnvoll, wenn der berufliche Fokus auf Daten liegt: Datenanalyse, BI, Reporting, Datenbanken, Datenplattformen oder Softwareentwicklung mit datenintensiven Anwendungen. Die Zertifizierung passt auch für Teamleiter, die technische Gespräche über Datenarchitekturen besser einordnen möchten, ohne selbst sofort Data Engineer zu werden.
Wer vor allem Cloud-Grundlagen, Azure-Abrechnung, Governance, Identität und allgemeine Azure-Dienste verstehen möchte, ist mit AZ-900 häufig besser bedient. Wer dagegen Power Apps, Power Automate, Power BI und die Grundlagen der Microsoft Power Platform bewerten möchte, sollte PL-900 prüfen. DP-900 ist der datenorientierte Einstieg: Kerndatenkonzepte, relationale und nicht relationale Daten sowie Analytics-Workloads auf Azure stehen im Vordergrund.
Aus Hiring-Perspektive ist DP-900 selten ein alleiniger Beweis für Projekterfahrung. Die Zertifizierung zeigt jedoch, dass eine Person die Grundbegriffe beherrscht und strukturiert lernen kann. Deutlich stärker wirkt sie in Kombination mit kleinen Arbeitsproben, etwa einem Power-BI-Bericht auf Basis bereinigter CSV-Daten, einem einfachen SQL-Modell oder einer dokumentierten Mini-Pipeline von Rohdaten in einen analysierbaren Speicher.
Die DP-900-Prüfung kann verschiedene Fragetypen enthalten, darunter Auswahlfragen, Mehrfachantworten, Zuordnungen und szenariobasierte Aufgaben. Microsoft veröffentlicht Prüfungsdetails variabel; deshalb sollten Kandidaten vor der Anmeldung die offizielle Prüfungsseite und den Abschnitt zu den gemessenen Fähigkeiten prüfen.
Der erforderliche Bestehensscore liegt bei 700 von 1000 Punkten. Dieser Wert bedeutet nicht, dass jede Frage gleich gewichtet ist oder dass eine feste Prozentzahl richtig beantwortet werden muss. Microsoft bewertet Zertifizierungsprüfungen nach einem skalierten Modell, weshalb der Score als standardisierte Leistungsgrenze zu verstehen ist.
Die Prüfung ist für Einsteiger gedacht, aber sie belohnt oberflächliches Lernen nicht. Häufige Fehler sind zu viel Fokus auf SQL-Syntax, zu wenig Verständnis für Workload-Typen und das Ignorieren von Skalierungs-, Speicher- und Kostenlogik. DP-900 verlangt keine tiefen Kostenberechnungen, aber Kandidaten sollten erkennen, dass ein analytisches System andere Anforderungen hat als eine transaktionale Anwendung.
Der Nutzen von DP-900 wird klarer, wenn die Prüfung mit realen Datenpfaden verbunden wird. Ein Unternehmen kann beispielsweise Daten aus einem ERP-System exportieren, zunächst in Azure Storage ablegen und später in Azure Synapse Analytics für Berichte oder weitere Analysen vorbereiten. In einem anderen Szenario speichert eine Anwendung operative Kundendaten in Azure SQL Database, während Ereignisdaten oder Dokumente in einem nicht relationalen Dienst liegen.
DP-900 hilft dabei, solche Muster zu verstehen und die richtigen Fragen zu stellen: Handelt es sich um operative Daten oder Analyse-Daten? Wird ein festes Schema benötigt? Müssen Daten schnell geschrieben, flexibel gespeichert oder für Berichte aggregiert werden? Diese Denkweise ist im Beruf wertvoller als das isolierte Lernen einzelner Produktbeschreibungen.
Gleichzeitig hat die Zertifizierung klare Grenzen. Sie ersetzt keine praktische Erfahrung mit Produktionsumgebungen, Sicherheit, Netzwerkdesign, Performance-Tuning, Data Governance oder komplexen Datenpipelines. Wer nach DP-900 in Implementierungsrollen wechseln möchte, braucht anschließend praktische Übungen und meist eine weiterführende Zertifizierung.
Die Anmeldung erfolgt über das Microsoft-Zertifizierungsprofil und wird in der Regel über Pearson VUE abgewickelt. Kandidaten wählen dort je nach Verfügbarkeit ein Testcenter oder eine Online-Prüfung über OnVUE. Vor der Buchung sollten Name, Ausweisdokument und Microsoft-Profil konsistent sein, da Abweichungen am Prüfungstag zu Problemen führen können.
Bei einer Online-Prüfung ist der technische und organisatorische Check besonders wichtig. OnVUE verlangt einen Identitätscheck, eine Prüfung der Umgebung, eine stabile Internetverbindung und die Einhaltung der Regeln für Geräte, Unterlagen, Kopfhörer, Mobiltelefone und Personen im Raum. Viele vermeidbare Abbrüche entstehen nicht durch fehlendes Fachwissen, sondern durch instabiles WLAN, ungeeignete Räume oder Dokumente, die nicht akzeptiert werden.
Wer im Testcenter schreibt, sollte ebenfalls genug Zeit für Anreise, Identitätsprüfung und Check-in einplanen. Falls eine Prüfung nicht bestanden wird oder aus organisatorischen Gründen neu angesetzt werden muss, gelten die Microsoft-Richtlinien zur Wiederholung von Prüfungen und die jeweiligen Buchungsbedingungen. Diese Regeln sollten vor der Anmeldung geprüft werden, weil Wartezeiten und Bedingungen nicht aus Blogartikeln, sondern aus den offiziellen Richtlinien verlässlich hervorgehen.
Die beste Vorbereitung ist meist regelmäßig und aktiv, nicht kompakt und passiv. Kurze Lerneinheiten von 60 bis 90 Minuten helfen vielen Kandidaten mehr als ein einzelner Wochenendmarathon, weil Begriffe wie OLTP, OLAP, relationale Daten, NoSQL, Batch, Streaming und Visualisierung wiederholt abgerufen und auf Szenarien angewendet werden müssen.
Wer strukturierte Vorbereitung bevorzugt, kann einen geführten DP-900 Azure Data Fundamentals Kurs nutzen, sofern der Kurs die offiziellen Prüfungsziele mit praktischen Szenarien verbindet. Readynez kann hier als eine Option dienen; entscheidend bleibt, dass das Lernen nicht bei Folien endet, sondern in Abrufübungen, Beispielarchitekturen und begründeten Service-Entscheidungen mündet.
Eine wirksame Übungsform besteht darin, Dienstnamen konsequent mit Use Cases zu verbinden. Azure SQL Database sollte nicht nur als „relationaler Dienst“ gespeichert werden, sondern als Option für strukturierte Daten mit SQL-Abfragen und Transaktionen. Azure Cosmos DB sollte mit Dokumentmodellen, globaler Verteilung und flexiblen Schemas verknüpft werden. Azure Synapse Analytics gehört in den analytischen Kontext, besonders wenn Daten für Berichte, Exploration oder großvolumige Analysen vorbereitet werden.
Nach DP-900 hängt der nächste Schritt stark von der Rolle ab. Wer Berichte baut, Kennzahlen modelliert und Fachbereiche mit Dashboards unterstützt, sollte den BI-Pfad prüfen. In diesem Fall ist Microsoft Azure-Wissen weiterhin hilfreich, aber Power BI, Datenmodellierung und Analysepraxis werden wichtiger.
Für angehende Data Analysts ist PL-300 häufig der naheliegende Anschluss, weil dort Power BI, semantische Modelle, DAX-Grundlagen und Berichtsentwicklung stärker im Mittelpunkt stehen. Wer dagegen Datenplattformen plant, Pipelines baut und Speicherung, Transformation und Verarbeitung vertiefen möchte, sollte sich Richtung DP-203 orientieren. Softwareentwickler mit Datenbezug profitieren oft davon, nach DP-900 zuerst kleine Datenbank- und API-nahe Projekte umzusetzen, bevor sie eine Spezialisierung wählen.
Die Reihenfolge muss nicht für alle gleich sein. Ein BI-Einsteiger kann nach DP-900 ein Power-BI-Projekt aufbauen, ein Entwickler kann eine kleine Anwendung mit Azure SQL Database oder Azure Cosmos DB verbinden, und ein angehender Data Engineer kann Daten aus einer Quelle in einen Storage-Bereich laden und für Analysezwecke strukturieren. Die Zertifizierung wird dann zum Startpunkt einer Lernreise, nicht zum Endpunkt.
Microsoft Data Fundamentals ist die Zertifizierung zur DP-900-Prüfung. Sie bestätigt Grundwissen zu Datenkonzepten, relationalen und nicht relationalen Daten sowie Analytics-Workloads mit Microsoft Azure-Diensten.
Microsoft nennt keine formalen Voraussetzungen für DP-900. Hilfreich sind jedoch Grundverständnis für Daten, erste Berührungspunkte mit Tabellen, Berichten oder Datenbanken und die Bereitschaft, Azure-Dienste anhand von Szenarien zu unterscheiden.
Eine sinnvolle Vorbereitung kombiniert die offiziellen Prüfungsziele, kurze tägliche Lerneinheiten, aktive Wiederholung und szenariobasierte Übungsfragen. Besonders wichtig ist, Workload-Typen und passende Azure-Dienste zu verstehen, statt nur Begriffe auswendig zu lernen.
Für das Bestehen ist ein Score von 700 von 1000 erforderlich. Der Wert ist ein skalierter Prüfungsscore und sollte nicht als einfache Prozentzahl interpretiert werden.
Die Microsoft Data Fundamentals Zertifizierung wird üblicherweise als Fundamentals-Zertifizierung ohne regelmäßige Renewal-Prüfung geführt. Kandidaten sollten den aktuellen Status dennoch im eigenen Microsoft-Zertifizierungsprofil und auf der offiziellen Microsoft-Seite prüfen.
DP-900 ist ein guter Einstieg, wenn Daten im Arbeitsalltag eine Rolle spielen und ein belastbares Fundament für Azure-Datendienste benötigt wird. Die Prüfung eignet sich besonders für Personen, die Begriffe wie relationale Daten, NoSQL, Analytics, Batch, Streaming und Visualisierung sicher einordnen möchten, bevor sie sich auf BI, Data Engineering oder Entwicklung spezialisieren.
Wer mehrere Microsoft-Ziele plant, kann prüfen, ob ein breiteres Lernmodell wie Unlimited Microsoft Training sinnvoll ist. Bei Fragen zur passenden Vorbereitung oder zur Einordnung von DP-900 in einen Lernpfad bietet Readynez eine Kontaktmöglichkeit über das Beratungsteam; die wichtigste Entscheidung bleibt jedoch, die Zertifizierung mit praktischen Mini-Projekten und einem klaren Rollenbild zu verbinden.
Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu ALLEN LIVE-Kursen, die von einem Lehrer geleitet werden, die Sie möchten – und das alles zum Preis von weniger als einem Kurs.
Sie sehen gerade unsere Germany (EUR) Website von United States
Möchten Sie die Website ansehen in
English
mit Preisen in
Dollar?